Offenes Atelier: «Wäldli»-Lesungen mit Seraina Kobler, Romana Ganzoni und #TANZT!

14. März 2021

Wir fuhren unsere «Wäldli»-Lesungen mit Seraina Kobler und Romana Ganzoni fort. Dazu durfte auch wieder getanzt werden.

Es ging weiter mit unseren Live-Lesungen von zeitgenössischen Autorinnen im «Wäldli» des Basislagers. Die Autorinnen lasen im offenen Atelier und Sie konnten von draussen, aus dem «Wäldli» des Basislagers, zusehen und per Funkkopfhörer live zuhören. 

Wir passten die Anzahl der Menschen, die sich im «Wäldli» aufhalten durften, der pandemischen Lage an (fünf bis 15 Menschen gleichzeitig).


Auch diese Lesung ist Teil unseres Archivs und kann auf unserer SoundCloud (noch einmal) angehört werden.

Zeitplan

13:00 Uhr bis 14:30 Uhr

Seraina Kobler und Wanda Wylowa lasen aus «Regenschatten»

Zwischen den Lesungen gab es ein Gespräch zum Buch.

#tanzt!

14:45 Uhr bis 16:15 Uhr

Romana Ganzoni und Lara Körte lasen aus «Magdalenas Sünde» 

Zwischen den Lesungen gab es ein Gespräch zum Buch.


Kulturelle Teilnahme ohne Risiko

Die Autorinnen lasen im offenen Atelier und Besucher:innen konnten von draussen, aus dem «Wäldli» des Basislagers, zusehen und per Funkkopfhörer live zuhören.

Dies war keine Veranstaltung, sondern eine offene Probe. Wir vermieden Menschenansammlungen und achteten strikt darauf, dass sich nie zu viele Menschen im «Wäldli» aufhielten. Unsere offenen Proben konnten – mit genügend Abstand und nicht mehr als insgesamt 15 Personen – auch besucht werden. Mit unserem Funksystem konnten die Besucher:innen live und virus-sicher dabei sein und an diesen Tagen konnte und durfte auch getanzt werden.

 

Seraina Kobler

Seraina Kobler ist Journalistin und Autorin. Nach dem Studium arbeitete sie als Redakteurin bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen. Im Inland-Ressort der «Neuen Zürcher Zeitung» war sie für gesellschaftliche Fragen zuständig, bevor sie sich mit einem eigenen Schreibatelier in der Zürcher Altstadt selbstständig gemacht hat. Sie ist als Schreibtrainerin, Lektorin und Texterin tätig.

Ihr Romandebüt «Regenschatten» ist im Kommode Verlag erschienen und wurde von verschiedenen Stiftungen, sowie dem Bundesamt für Kultur unterstützt. Wir tauchen mit ihr in Atmosphäre einer nahen Dystopie: Die Protagonistin Anna versteckt sich in einem evakuierten Wohnhaus in einer Sperrzone am Zürichberg. Nach und nach erfährt man, was in den vorherigen acht Monaten geschehen ist, wie die alles beschleunigende Hitze parallel zu Annas persönlichem Drama, mitten hinein in eine Katastrophe geführt hatte.

 
 

Romana Ganzoni

Romana Ganzoni ist Schriftstellerin und mehrsprachige freie Autorin. Sie studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Zürich. Nach zwanzig Jahren Tätigkeit als Gymnasiallehrerin widmet sie sich heute ganz dem Schreiben und lebt in Celerina, Oberengadin. Seit 2013 veröffentlicht sie in Literaturzeitschriften und seit 2015 schreibt sie Kolumnen in der Schweiz am Sonntag und im Kultur­Blog der Engadiner Post. Für ihren Erzählband «Granada Grischun» (2017) und ihren ersten Roman «Tod in Genua» (2019) wurde sie mit dem Bündner Literaturpreis 2020 ausgezeichnet.

Ihr zweiter Roman, «Magdalenas Sünde», erschien am 10. März 2021 im Telegramme Verlag und ist eine Erlösungsgeschichte im herbstlichen Zürich. Er erzählt von Sehnsucht, Nähe, Freundschaft und Fantasie in einer Welt voller Gewalt und sexueller Obsession. Magdalena, Konditoreiverkäuferin, Ex-Prostituierte und Bulimikerin, quälen Verlust und Schuld. Sie denkt an Suizid und verlangt gleichzeitig nach einem Wunder, welches sie in einem Akt der Selbstermächtigung erzwingt, als an einem Sonntag ein Mensch in ihr Leben tritt, der nichts mehr zu verlieren hat.